Vitalität steigern, Gesundheit fördern
Die "Rasselstein GmbH" in Andernach, Tochter des Thyssen-Krupp-Konzerns, hat konsequent auf Prävention im Themenkreis Gesundheit gesetzt. So kann sie immer besser zu erwartende Krankheitsausfälle abwehren und die Mitarbeiter zu einem gesundheitsbewussten Verhalten motivieren. Im Artikel geht es um drei Schwerpunkte:
1. Thema Alter und alternde Gesellschaft / Belegschaft
2. Gewichtsreduktion
3. Licht und Farbe
Zu 1:
Die These lautet, nur Führungskräfte, die sich ihrem eigenen Alter aufgeschlossen zeigen, können auch ihre Mitarbeiter altersgerecht führen. Ein sogenannter "Vitalitätsmessplatz" führt die Mitarbeiter durch insgesamt 56 verschiedene Prüfungen. Herz-Kreislauf, mentale Verfassung, Sinnesorgane und vieles mehr werden gecheckt und überprüft. Im Anschluss klärt die Führungskraft und die Projektleiterin die Ergebnisse und es werden Angebote für die auftauchenden Schwachstellen der Mitarbeiter überlegt. Das kann beispielsweise im Betrieb ein selbst angebotener Fitnesskurs sein, Ernährungsberatung, o.a. .
Zu 2:
Da jeder fünfte Erwachsene in Deutschland von Fettleibigkeit betroffen ist, kommt dem Thema Gewichtsreduktion eine besonders wichtige Rolle zu. Im Betrieb sind fast 60% der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Übergewicht betroffen. Ernährungsberatung ist eine Möglichkeit, hier Kreislauf- und Herzbeschwerden entgegenzuwirken. Da jedoch dieses Thema sehr sensibel ist und wohl auch komplexe Ursachen hat, hat Rasselstein ein besonderes Programm entwickelt. So werden auch die Lebenspartner zu Gesprächen eingeladen, um die soziale Unterstützung bei dieser Problematik sicher zu stellen. In einem Nachsorgekurs, den ein ehemaliger Teilnehmer der Initiative initiiert hat, werden gemeinsame Kochkurse durchgeführt, in denen besonders gesundheitsbewusst gekocht wird.
Zu 3:
Da Licht und Farbe Leistungsfähigkeit steigern können, sind sowohl die Außenwände als auch viele der Innenwände mit besonders stimulierenden und harmonisierenden Farben gestrichen. Inzwischen sind es oft die Mitarbeiter selbst, die zum Pinsel greifen und ihre Arbeitsumgebung mitgestalten.
Auch wenn in solch einem Artikel manches idealer beschrieben wird als es wohl in Wirklichkeit ist, zollt dieser durchgängig durchdachten Initiative „Der gesunderhaltende Betreib“ viel Respekt. Sinkende Krankenzahlen machen das ganze zudem auch noch ökonomisch sinnvoll.
Personalführung, Heft 08, Jahrgang: 2006, 44 - 51
